Kirche zur Zeit von Corona

wie einsam ist es um uns doch geworden…

Liebe Gemeinde,
in einer Zeit in der uns die Nähe zu unseren Nächsten verwehrt bleibt, da merken wir erst, wie sehr wir doch auf diese Nähe angewiesen sind.

Alltägliche Routine wird plötzlich durchbrochen und unsere Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Wir merken auf einmal, wie sehr wir doch frei sind, wie sehr wir doch unsere Ungebundenheit unsere Freiheit auch lieben und genießen.

Die Bilder von Leid und Elend sind in unserer Gesellschaft weitgehend in den Hintergrund geraten, Elend und Leid sind Bilder, die wir aus anderen Ländern kennen, meist trifft es die Ärmsten der Armen, Menschen ohne Freiheit ohne Rechte ohne sozialen Schutz.

Wir wähnten uns in Sicherheit und doch ist das Virus auch bei uns jetzt in der Gesellschaft angekommen und hat diese erst einmal zum Abbremsen gebracht.

Der Blick auf uns, auf unsere Gesellschaft ist nun geboten.

Nutzen wir doch einfach diese langsame Fahrt, um mehr auf uns und unsere Familien zu achten. Ein Gespräch über den Gartenzaun mit dem Nachbarn, ein Telefonat mit Freunden.

Helfen wir uns doch gegenseitig und unterstützen wir uns dort, wo es möglich ist.

Wir haben Zeit, unsere Gesellschaft neu zu bewerten.

Wir haben Zeit, den Menschen unseren Respekt und Anerkennung zu zollen, die in Berufen arbeiten, die jahrelang unter Personalmangel, geringer Wertschätzung und vergleichsweise geringen Löhnen tätig waren und jetzt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit geraten.

Unsere Gesellschaft hat jetzt die einmalige Chance, Pflege- und Sozialberufen wieder den richtigen Stellenwert zu geben.

Denken wir darüber nach.

Gottes Segen begleite Sie alle in den nächsten Tagen,
bleiben Sie gesund und wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Ihr Kirchenvorstand

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
1 Petrus 5:7